Produktivität

oder: Warum komme ich zu nichts?

Kennst du das? Die To-Do-Liste ist prall gefüllt, die nächsten Aufgaben stehen schon in den Startlöchern, der Kaffee ist gekocht und du startest voller Elan in den Arbeitstag.

Vier Stunden später - es wird langsam Zeit für die Mittagspause - stellst du entsetzt fest, dass du eigentlich nichts von dem geschafft hast, was du dir vorgenommen hattest. Fragende Kollegen hier, eine E-Mail da, ein Anruf dort. Alles war irgendwie wichtig - zwar nichts wirklich akut - aber du hast dich dann doch darum gekümmert - oder wurdest zumindest aus der eigenen Arbeit gerissen.

 

Die wirklich wichtigen Sachen wurden dann nur häppchenweise bearbeitet. Immer mal ein Satz, eine Zeichnung, ein paar Gedanken - bis du wieder abgelenkt wurdest. So kommst du natürlich nicht in den Flow. Und so dauert es ewig, bis du ein zufriedenstellendes Ergebnis hat. So gut der Ruf des "Multitasking" vielleicht noch ist - in deinem Beruf, der weitestgehend Kopfarbeit fordert, führt es nicht zum Ziel. Doch welche Umstände musst du ändern? Und welche kannst du überhaupt beeinflussen? Mehr als du denkst.

 

Doppelte Produktivität am Morgen​

Der Tag startet dort wo er aufgehört hat: im Bett. Und wenn du jemand bist, der am Morgen überhaupt nicht gut raus kommt, hat das gute Gründe. Nachts wechseln ungefähr alle 90 Minuten unsere Schlafphasen zwischen Traumschlaf, Leichtschlaf und Tiefschlaf. Wirst du während deiner Tiefschlafphase geweckt, kommst du besonders schwer in Gang. Du wirst dich also nach sechs oder siebeneinhalb Stunden Schlaf besser fühlen als nach sieben oder acht Stunden. Dabei können dir verschiedene Apps oder Schlafphasenwecker helfen. Zum Beispiel SleepyTime in Kombination mit einem Lichtwecker. Probiere es aus! 

Bewegung: Die Zeit, die du morgens durch deinen angepassten Schlafrhythmus gewinnst, kannst du gleich optimal Nutzen. Beginne deinen Tag mit etwas Bewegung. Eine kleine Runde durch den Park joggen, mit dem Rad zur Arbeit einen Umweg machen oder eine Stunde im Fitnessstudio schwitzen - Bewegung am Morgen und die Dusche danach bringen dich richtig in Schwung.

Ob mit oder ohne Sport - ein ausgewogenes Frühstück sollte nicht fehlen. Ein guter Mix aus Müsli, Obst, Brot, Joghurt und dazu einen Kaffee oder schwarzen Tee bilden eine gute Grundlage für die erste Tageshälfte. 

Iss mehr Fett! Fett ist der Treibstoff deines Gehirns. Wir ernähren uns immer noch als würden wir den ganzen Tag körperlich anstrengende Arbeiten verrichten. Und essen daher viel zu viele Kohlenhydrate. Daher auch das "Mittagstief". Doch unser Gehirn braucht etwas gänzlich anderes. Wie das funktioniert liest du hier im Blog bei "Gehirnfutter".

Der Vormittag ist - wissenschaftlich bewiesen - die beste Zeit für komplexe Aufgaben

Die To-Do-Liste: Am Vormittag bist du konzentrierter und leistungsfähiger - lege dir also die schweren Aufgaben in diesen Zeitraum. Fange mit dem Unangenehmsten oder Wichtigsten an. Ist das erst erledigt, fühlst du dich direkt von der größten Last befreit und bist hoch motiviert für die restlichen Aufgaben des Tages. 

Bleibe realistisch und setze dir ein Ziel, das du auch wirklich schaffen kannst. Zu viele Aufgaben in einer zu kurzen Zeit bringen dir nur Unmut und Stress, wenn du dann doch zu lange brauchst. Hebe dir repetitive und nicht so anspruchsvolle Arbeiten für den Nachmittag auf. 

 

 

Konzentration ist die Königsdisziplin

​Wie bereits erwähnt ist Multitasking nicht hilfreich. Fokussiere dich auf die eine Aufgabe. Und: Vermeide Ablenkung! 

Das ist essenziell. Zumindest in der Zeit, in der man wirklich produktiv sein möchte, sollte man sich am besten vor Ablenkung schützen. Wenn du ständig aus deinen Gedanken geworfen wirst, kommst du nicht weiter und wertvolle Ideen gehen verloren. Das hast du bestimmt selbst schon gemerkt.

Ablenkung...

...durch deine Kollegen: Es klingt vielleicht unhöflich, ist es aber nicht. Du musst nicht jederzeit ansprechbar sein. Kläre am besten mit deinen Kollegen, wie ihr das am besten regelt. Im Open Space oder Großraumbüro empfiehlt sich hier ein kleines Signal. Ein Zettel am Stuhl, ein kleines Fähnchen neben dem Bildschirm oder ein anderes kleines Gadget wie z.B. eine Mini-Ampel. Diese leuchtet Rot, wenn man gerade nicht gestört werden will. In kleineren Büros kann man auch mal die Tür schließen. Die Kollegen sollten aber eingeweiht sein. Und schon bald werden Sie es ähnlich handhaben.

 

...durch die eigene Prokrastination: Dein Smartphone vibriert, ein Plopp auf dem Bildschirm. Der Drang sich selbst mit unwichtigem Internet-Geplänkel die Zeit zu rauben ist ein verbreitetes Phänomen. Aber es gibt Abhilfe. Die Browser-Extensions wie StayFocused oder BlockSite helfen typische Ablenkungen für eine gewisse Zeit auszuschalten. Anstatt Facebook, Twitter & Co erscheint dann ein Hinweis, dass du eigentlich produktiv sein wolltest. Das hilft vor ungewolltem Abschweifen in die Tiefen des Internets.

...durch Anrufe: Auch wenn das Telefon klingelt, ist die Konzentration hinüber, die Gedanken sind weg. Vereinbare einen Telefondienst mit Kollegen. Beantwortet jemand Anderes die ersten zwei Stunden des Tages deine Anrufe und du die folgenden Zwei, hast du immerhin eine kleine garantiert freie Konzentrationsphase. Für das eigene Smartphone können Apps wie Call-Blocker Abhilfe schaffen. Sie lassen für einen festgelegten Zeitraum nur wirklich wichtige Anrufe zu dir durch - von Kontakten, die du vorher festlegst.

 

...durch Lärm: In Open Spaces, Großraumbüros oder Co-Working Spaces kann es schnell laut werden. Kannst du keine ruhige Stelle finden, bieten sich gute Kopfhörer an. Entspannende Musik gibt es bei Youtube im Übermaß. Entspannende Klänge, die frustrierende Hintergrundgeräusche ausblenden, bietet Noisli. Bei diesem webbasierten Tool kannst du dir deine Wohlfühl-Atmosphäre sogar selbst zusammen mixen.

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