Pathfinder Review

Teil 1 - Ein wirklich guter Redner

10 Tage sind nun vergangen seit dem Pathfinder Festival 2018. Zeit genug, um das Verarbeitete zu verwerten und die Gedanken zu sortieren. In zwei Teilen geht es erst rund um meinen Impuls und danach über das, was ich vom Wochenende gelernt habe.

Meine Vorbereitungen zum Festival begannen bereits Ende August, genau ein viertel Jahr vorm Festival. Als ich die Einladung erhalte mit einem Impulsvortrag New Work & Office Design in Einklang zu bringen, bin ich mir sicher: Die Chance musst du ergreifen! In den folgenden zwei Monaten entwickele ich also ein spannendes Thema, ein völlig neues Vortragskonzept und beginne beispielhafte Grundrisse zu entwickeln. Und glücklicherweise starte ich auch frühzeitig, meine Vortragsgedanken zu präsentieren. Denn so bekommt die ganze Sache durch gute konstruktive Fragen mehrfach einen Schub in die richtige Richtung. Und manchmal auch in eine ganz andere als vorher geplant.

Zeitsprung. 

8 Uhr, Sonntagmorgen, 25.11.2018. Noch 4 Stunden bis zum Auftritt. Auf zum Willy-Brandt-Haus durch den eisig kalten Berliner Morgennebel. Sessiongeber-Briefing mit dem Team von SpielPlanVier, Mark, Larissa und Daniel. Ein paar gute Tipps und den Klickmarathon durch meine Slides später will die Nervosität irgendwie nicht so richtig aufkommen. Zu viel geübt? Zu irreal? 

10 Uhr. Mit Henning Beck als Keynote-Speaker beginnt der zweite Tag des Festivals. Unglaublich, wie locker und selbstverständlich er mit Witz und Begeisterung durch seine Themen navigiert. Gefesselt und begeistert versuche ich mir ein paar Schlagworte zu notieren. Wie lange muss man trainieren, um mit 35 Jahren so gut präsentieren zu können? Ist es vielleicht angeboren? Er ist ein wirklich guter Redner.

11:30 Uhr. Ich werde verkabelt. In der letzten Stunde bin ich wie ein Rennfahrer gedanklich meine Strecke durchgegangen. Der Start, jede Kurve, das Ziel. Langsam grummelt es im Bauch. Doch wie echtes Lampenfieber fühlt es sich bei weitem nicht an.

12 Uhr. Larissa erzählt eine kleine Geschichte, um mich anzumoderieren. Mein Name fällt, Applaus, ich steige auf die Bühne. "Hallo, Herzlich Willkommen. New Work in Old Structures? Was heißt das eigentlich?" Und da ist sie dann - die Nervosität - plötzlich da, in Form eines Blackouts. Was mache ich hier? Wer bin ich? Wo steht wie es weiter geht? Ich habe handflächengroße Spickzettel vorbereitet. Kurz sortiert und aus der Hosentasche gezogen finde ich den Anschluss. Fortan läuft es wieder rund. Ich konzentriere mich darauf, was ich sagen will. Für das "wie" ist in meinen Gedanken kein Platz mehr. 

Es ist interessant was während des Erzählens so für Gedanken aufkommen. Man betrachtet das Publikum. Ein freundlich nickendes Gesicht vor mir - ist sie nur höflich oder kann sie sich in meine Geschichte hineinversetzen? Ein grimmiger Blick von links - schaut er vielleicht immer so oder ist er mit meinem Beispiel nicht einverstanden? Ich komm zum Ende. 3 Minuten vor der Zeit. So schnell war ich noch nie. Habe ich die Hälfte vergessen zu erwähnen? Oder keine Pausen gemacht? Ich bin irritiert. Und schon ist es vorbei. Viel Zeit übrig für Fragen. 

Irgendwie fühle ich mich in der Fragerunde viel wohler als beim Vortrag an sich. Liegt es an der Interaktion? Oder daran, dass ich im "Antworten generieren" einfach besser bin als im "an Antworten erinnern"? Das Feedback zum Thema ist durchweg positiv. Eine nutzerorientierte Arbeitsorganisation und Büroumgebung leuchten auch den Skeptikern ein.

 

Denn: Wer soll denn gut arbeiten können?

 

Die Aufgabe? Die Hierarchie? Nein.

 

Der Mitarbeiter.

 

Dazu mehr in der kommenden Woche. Hier geht's weiter zum zweiten Teil:
 

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