Die Evolution des Arbeitens

Wohin geht die Reise?

Die Arbeitswelt verändert sich. Durch Globalisierung und Digitalisierung werden wir vor neue Herausforderung gestellt. Einerseits bringt uns das einige Probleme: Konkurrenz, Innovationsdruck und Preiskampf. Zum Anderen bieten sich aber auch unglaublich viele neue Möglichkeiten: neue Märkte, einfachere Vermarktung, Skalierbarkeit und auch die Freiheit, sich das beste Angebot unter Vielen auszusuchen. Wir haben in vielen vernetzten Berufen die Möglichkeit von vielen verschiedenen Orten zu arbeiten. Doch passt sich auch unsere Arbeitswelt den Veränderungen an? Kaum! 

Wir sind immer noch gefangen in einem Denken, das in Zeiten der Industrialisierung entstanden ist. Henry Ford führte 1913 die Fließbandproduktion ein und ließ seine Belegschaft in drei Schichten zu je acht Stunden daran arbeiten. Denn die Maschinen mussten laufen - immer. Die Arbeit war intellektuell einfach, aber körperlich anstrengend. Und heute? Die Arbeit - zumindest im Büro - ist grundlegend anders. Wir nennen es Kopfarbeit - intellektuell fordernd. An den Arbeitsumständen hat sich in vielen Unternehmen trotzdem wenig geändert. Acht Stunden Anwesenheitspflicht, im schlimmsten Fall gibt es auch noch eine Stechuhr, die protokolliert, wann man kommt und geht. Damals konnte man die Arbeit messen, die verrichtet wurde: In Stückzahlen und Kennzahlen. Es ging schließlich um Effizienz.
 

 

Effektivität schlägt Effizienz

Effizient war der Ansatz von Harry Ford. Er maximierte den Durchsatz und minimierte die Fehlerquellen. Das Produkt am Ende war ja immer das Gleiche.

Effizienz heißt "die Dinge richtig zu tun".

Unsere neue digitale Arbeitswelt funktioniert aber ganz anders. Wir suchen nach Lösungen zu komplexen Problemen. Dabei können 5 oder 15 Stunden Arbeit zum gleichen Ergebnis führen - je nach Person. Das abarbeiten von effizienten Teilschritten führt hier oft nicht zum Erfolg. Wir müssen effektiv denken und handeln. Denn:

Effektivität heißt "die richtigen Dinge" zu tun.

Da liegt der große Unterschied. Arbeit lässt sich immer seltener in Stunden aufrechnen. Wir müssen lernen Arbeit in Arbeit zu rechnen. Klingt logisch? Warum also noch das starre Beharren auf den 8-Stunden Tag?

 

Es gibt bereits Beispiele, die mit diesem alten Denken brechen. So zum Beispiel Tower Paddle Boards aus den Vereinigten Staaten und Digital Enabler aus Bielefeld. Ihr Ansatz beruht hauptsächlich auf einer enormen Produktivitätssteigerung. Doch grundlegend die 8-Stunden-Regel in Frage zu stellen, zeugt vom innovativen Ansatz der Unternehmen.

Es ist klar, dass diese Modelle nicht zu jedem Unternehmen passen. Aber als Denkanstoß funktionieren Sie gut. Wie du produktiver arbeiten kannst, liest du hier.

Durch die zunehmende Automatisierung von repetitiven Prozessen (insbesondere in den Bereichen Finanzen, Verwaltung, Logistik und Produktion) werden wir mehr Zeit für Aufgaben verwenden können und müssen, die komplexer Natur sind. Die Unterscheidung zwischen komplexen und komplizierten Aufgaben sollte daher in unseren Grundwortschatz aufgenommen werden. Durch diese Unterscheidung können wir die Zukunft der Arbeit gut beschreiben.

Komplizierte Aufgaben lassen sich durch Wissen lösen, komplexe Aufgaben nur durch Können.

Zur Unterscheidung kannst du dir eine simple Frage stellen: Wenn ich einen beliebigen Menschen, der die körperlichen Voraussetzungen erfüllt, von der Straße hole und ihm alles für die Lösung der Aufgabe benötigte Wissen vermittle, könnte er die Aufgabe dann lösen? Dann ist die Aufgabe vielleicht kompliziert, aber nicht komplex. Und diese Aufgabe ist wahrscheinlich automatisierbar. Sie folgt der wenn-dann-Logik. Das Gegenteil wäre ein komplexer Vorgang. Er zeichnet sich durch eine hohe Dynamik aus. Die Voraussetzungen ändern sich ständig. Solche Aufgaben kannst du zum Beispiel im Sport beobachten. Fußballspielen ist hoch dynamisch. Du musst es können und auf unterschiedlichste Aktionen reagieren können. Theoretisches Wissen und eine Abfolge von Arbeitsschritten bringt dich hier nicht zum Ziel. Komplex ist aber auch die Arbeit von Pflegepersonal oder Ärzten. Die Fähigkeit auf nicht erwartbare Situationen angemessen reagieren zu können spielt in vielen Berufen mit zwischenmenschlicher Interaktion eine große Rolle.

Die Aufgaben werden zunehmend komplexer und für deren Lösung hilft Wissen allein nicht mehr aus. Es braucht zunehmend Kommunikation und "Könner", um diese Herausforderungen in einem angemessenen Zeitraum zu meistern.

Teamarbeit und Kommunikation als Schlüsselfaktoren

Innovationen und Ideen entstehen vor allem durch intensives, eigenständiges Nachdenken und dem kommunikativen Wissensaustausch mit unseren Mitmenschen. (Mehr Informationen dazu findest du hier.)

Die Arbeitswelt wandelt sich. Der Mensch als kreatives Wesen wird immer mehr in den Mittelpunkt rücken. Das bedeutet gleichzeitig einen ganz anderen Bedarf an Führungskräften. Der Typ Kontrolleur und Taktgeber, wie er noch oft zu finden ist, wird ersetzt durch Motivatoren und Querdenker. Führungspersonal muss künftig immer intensiver coachen und inspirieren. Wird die Arbeit nicht mehr strikt getrennt und verteilt, bringt auch das sture delegieren und antreiben nichts mehr. Wenn in selbst organisierten Teams gearbeitet wird, braucht es keinen "Aufpasser" mehr. Das Team kontrolliert sich gegenseitig. Die Aufgabe der Führungskräfte besteht dann eher darin, den Teams den nötigen Input zu geben, zu verknüpfen und das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. 

Arbeiten auf Augenhöhe - mit dem Respekt, den du verdienst.

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Produktivität

Kennst du das? Die To-do-Liste ist prall gefüllt, die nächsten Aufgaben stehen schon in den Startlöchern, der Kaffee ist gekocht und du startest voller Elan in den Arbeitstag.

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Warum Arbeitsplatzgestaltung?

Warum solltest du in deine Arbeitsumgebung investieren? Was spricht dafür und was dagegen? Hier gibt es Antworten.

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Wie entsteht Innovation?

Innovation ist der inflationär verwendete Begriff, den sich jeder gerne ins Portfolio heftet. Doch was ist es wirklich?