Mein Arbeitsplatz

Teil 1 - Der Schreibtisch

Wir kennen alle die unterschiedlichsten Schreibtische von Bekannten, Kollegen und natürlich uns selbst. Die einen sind scheinbar chaotisch überladen mit Plänen, Papier und Notizen. Andere hingegen sind so aufgeräumt, dass wir vermuten könnten, dass hier überhaupt niemand arbeitet. Und dazwischen gibt es selbstverständlich jegliche Kombination aus Chaos und Leere. 

Natürlich solltest du dich an deinem Schreibtisch wohlfühlen. Ein paar persönliche Gegenstände sind immer erlaubt. Doch wie können wir produktiver arbeiten? Wie können wir ständiger Ablenkung entgegentreten?​ Es ist gar nicht so schwer. Hier ein paar Tipps für den Ort, an dem viele von uns die meiste Zeit des Tages verbringen:

Whitespace - visuelle Reize beseitigen

Dein Sichtfeld ist wahrscheinlich voll von Dingen, die dich ablenken können. Visuelle Störungen sind nicht sehr auffällig und daher schwer zu vermeiden. Visuelle Reize können durchaus positive Effekte haben, es kommt allerdings darauf an, wo wir sie einsetzen. 

Ein Arbeitsplatz für kreative Aufgaben sollte dich inspirieren und zu neuen Gedankengängen ermutigen, dich vom Gewohnten abbringen und dir helfen, neue Dinge miteinander zu verknüpfen. Dabei helfen Bilder, Fenster, Gegenstände oder auch mal der Wechsel der Perspektive - an einem anderen Schreibtisch.

Willst du allerdings konzentriert und fokussiert arbeiten, sollten visuelle Reize ​minimiert werden. Dazu gehört jegliche Schrift (Plakate, Notizen), Gegenstände, To-Do-Zettel und Ordner in deinem Sichtfeld. Ist der Blick erst einmal abgeschweift, folgen die Gedanken und die Konzentration ist dahin. 

Ein gut aufgeräumter und organisierter Schreibtisch ist allerdings nicht nur für fokussiertes Arbeiten ein Muss, sondern auf für kreative Aufgaben. Sich stapelnde Aufgaben und Zettel auf dem Tisch stressen unser Unterbewusstsein ("Noch so viel zu tun."). Hier hilft ein Ablagesystem, beispielsweise ein Ordner nach dem Noguchi-System. Dabei werden die Aufgaben in Folien gepackt in einem Ordner nicht nach Datum, sondern von wichtig nach unwichtig sortiert. Die oberste Aufgabe ist also die dringlichste und alle anderen verschwinden von der Bildfläche und strapazieren unsere Nerven erst wieder, wenn sie an der Reihe sind. 

Auch alles Andere, was wir nicht täglich am Platz benötigen, gehört vom Schreibtisch entfernt. Locher, Scheren, Unmengen an Stiften, Klebezettel, Papier, Hefte etc. gehören in einen kleinen Beistellschrank. Wir sollten jedoch immer eine Grundausstattung parat haben, um schnell Gedanken zu notieren. 

Viele Büros setzen mittlerweile auf eine flexible Arbeitsortwahl im Büro. Das kann - richtig umgesetzt - einen Mehrwert bringen. Auf jeden Fall haben Erfahrungen auf diesem Gebiet gezeigt, dass kaum jemand seine komplette Schreibtischeinrichtung umhertragen oder -schieben will. Hier ist man schnell dazu übergegangen Utensilien, die man nicht ständig braucht, an einem zentralen Ort zu hinterlegen (z.B. Kopierer). Damit ist der Schreibtisch frei und solltest du doch mal etwas brauchen, bekommst du gleich ein bisschen Bewegung.

"Der gesündeste Abstand vom Bildschirm zu deinen Augen ist exakt 9382 km entfernt - in der Karibik"

Da du diese Distanz leider selten einhalten kannst, empfiehlt sich bei einem Monitor von 21 Zoll ein Abstand von ungefähr 80cm. Achte darauf, dass die Oberkante des Bildschirms ungefähr auf deiner Augenhöhe ist. Sollte dein Bildschirm nicht höhenverstellbar sein, benutze Bücher als Unterlage.

Außerdem sollte der Bildschirm leicht geneigt sein, so dass du leicht nach unten schaust. Das beugt Verspannungen vor.

Auf einem 24-Zoll Bildschirm kann man um bis zu 52 Prozent schneller arbeiten als an einem 18-Zoll Bildschirm!

Arbeiten am Laptop - nur wenn es sein muss

Wenn du an deinem Arbeitsplatz ständig mit einem Laptop arbeitest, ist ein zweiter Bildschirm eine optimale Ergänzung. Da die ergonomischen Voraussetzungen für langes Arbeiten am Laptop bestenfalls ungünstig sind, verwende zusätzlich einen Laptop-Ständer, um das Display zu erhöhen und eine externe Maus und Tastatur, um Fehlhaltungen vorzubeugen.

Wunderwaffe höhenverstellbarer Schreibtisch - ein Muss?​

Ein in der Höhe verstellbarer Schreibtisch bietet viele Vorteile. Der regelmäßige Wechsel zwischen sitzender und stehender Position ermöglicht dir ein Mindestmaß an Bewegung und die nötige Flexibilität, um für jede Aufgabe die richtige Haltung einzunehmen. Achte dabei aber unbedingt auf die Verteilung deines Gewichtes und deiner Handgelenke, sonst ist der ganze Effekt schnell verpufft. 

Der beste Schreibtisch bringt natürlich nichts, wenn wir ihn nicht nutzen. Hier bietet sich eine ähnliche Faustregel an, die auch der Produktivität dient. 40-15-5 teilt die Stunde an einem höhenverstellbaren Schreibtisch in 40 Minuten Sitzen, 15 Minuten stehen und 5 Minuten Pause. Ein regelmäßiger Wechsel schont Rücken und Gelenke und beugt der Gefahr vor, den Tisch doch bloß in der Standardposition zu belassen.

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Platzmangel

Du hast das Gefühl, dass es langsam eng bei euch wird? Du denkst an einen Umzug? Diese Tipps verraten dir, wie du mehr aus deinem Büro raus holst, ohne mehr Fläche zu benötigen.

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Warum Arbeitsplatzgestaltung?

Warum solltest du in deine Arbeitsumgebung investieren? Was spricht dafür und was dagegen? Hier gibt es Antworten.

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Produktivität

Kennst du das? Die To-do-Liste ist prall gefüllt, die nächsten Aufgaben stehen schon in den Startlöchern, der Kaffee ist gekocht und du startest voller Elan in den Arbeitstag.